Blogeinträge (themensortiert)

Thema: nachdenklich

Erwartete Worte die still machen

Manchmal fangen lieblose Sätze mit drei Worten an:

"Du musst halt....."

Gut gemeint aber wenig achtsam.

Nickname 02.12.2006, 18.18 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ein Jahr in 1,5 Kilometer Tiefe

Ein Wahnsinn, was manche Menschen aushalten müssen um zu existieren:

 

Nickname 18.11.2006, 18.54 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Unfassbar....

dieses Morden im Irak....

Was mag in den Tätern nur vorgehen?

Ich fühlte in letzter Zeit, wie abgestumpft ich schon bei den Meldungen aus Bagdad war, aber die Nachricht heute kann ich nicht aus dem Kopf bekommen.
Dann kam mir der Gedanke:
Meine Abstumpfung, ist das eine Vorform des Gemütszustands der Menschen, die zu solchen Untaten fähig sind? Was fühlen diese Ungeheuer nach ihrem Gemetzel? Nichts?

Unfassbar!

Nickname 16.11.2006, 20.26 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Cat Stevens - Yusuf Islam

Über ihn habe ich gerade im Fernsehen einen Film gesehen. Inhalt war sein Wandel zum gläubigen Moslem und was er Gutes in den letzten Jahren für andere Menschen bewirkt hat. Er selbst kam viel zu Wort - alles sehr schön und gut.

Aber... und jetzt bin ich indirekt wieder bei dem Thema des vorletzten Beitrags.

Mich wundert prinzipiell, wenn man sich für einen Glauben durch das Tragen von langem Bart und arabischer Kleidung auch die Symbole einer von Geburt aus fremden Kultur aneignet. Für eine Religion vielleicht ja, aber für Gott an sich? Das ist nicht das gleiche. Und er tut all das natürlich für Gott und niemals um in seiner Religionsgemeinschaft anerkannt dazustehen, zumindest vermute ich diese Antwort wenn man ihn fragen würde.....
In der von ihm gestifteten moslemischen Schule in London tragen die Mädchen natürlich eine Uniform mit bodenlangem Rock und Kopftuch....

Die dem Menschen geschenkte Freiheit ist ihm anscheinend unerhört zu viel, sodass er sie durch religiöse Einschränkungen und Symbole wieder binden muss.

In diesem Film gab es ein gutes Beispiel, wie vernagelt das manchmal sein kann! Yusuf Islam hat aus religiösen Gründen auf die Musik verzichtet und die Gitarre weg gelegt. Auch, weil sie kein islamisches Instrument ist!!
Eines Tages aber brachte sein Sohn eine ins Haus und als sie so dalag, bekam er nach über zwanzig Jahren wieder ein wenig Lust zu spielen. Und nun die Rechtfertigung, von einem Imam in dem Film vorgetragen: Die Gitarre sei ja schließlich ursprünglich aus arabischem Raum über Spanien in den Westen gekommen. Abgesehen davon, dass das ganz falsch ist, diese Argumentation ist wirklich lächerlich....

In Wahrheit sieht es mit der Geschichte des Instruments ganz anders aus. In Spanien herrschten die Mauren und brachten die Laute und nicht die Gitarre aus Afrika mit. (Laute (Luth = "al oud", arabisch "aus Holz", statt wie in älterer Zeit aus Schildkröte z. B. - deswegen der Hinweis im Namen)
Die Spanier lehnten bekannterweise die Mauren ab und damit auch die, langsam auch schon in Europa sich verbreitende Laute. So entwickelten sie die Vihuela und “Guitarra Latina”, erstere eher an Höfen gezupft, zweitere im Volk zu Liedern hauptsächlich mit Federkiel gespielt. (Schlagtechnik)

Also nichts mit Arabien, Pech gehabt Herr Imam...

Nickname 15.11.2006, 01.17 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kalenderblatt und Novembergefühle

kalenderbl_nov06_kl.jpg

Das war meine Kalenderblatt in Engelberts Seelenfarbenkalender.
Ich wählte wegen der Abwechslung keinen Nebel und auch kein Herbstlaub. Außerdem mag ich den November überhaupt nicht. Ich hoffe auf einen hellen Himmel in diesem unerträglich dunklen Monat.
Der Spruch soll Hoffnung geben. Die "Erd" steht für dieses unbestimmte Novembergefühl, an alle vorhandenen Umstände so sehr gebunden sein. November beinhaltet für mich das Gegenteil von innerem Aufbruch, ein lahmes Sich-Ergeben in eine unwirtliche Welt, der Schneckenhausmonat!
Der zweite Teil des Spruches deutet Allerheiligen an. Und auch die Verheißung in der bald zu feiernden Geburt Christi.
Außerdem ist es wie eine Bestätigung und Umkehr meines Lieblingsgedichts von Rainer Maria Rilke, dessen letzte zwei Zeilen auf dem Grabstein meiner Eltern stehen.

Nickname 02.11.2006, 15.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Reaktion auf Kommentare

Ich bin naiv, nicht wahr? Ich weiß das. Gerade unlängst sagte es mir ein guter Freund wieder einmal mitten ins Gesicht, das fand ich gut. So gehört es sich für einen guten Freund. Und er akzeptierte meine Antwort ohne wenn und aber. Danke Zookratez.

Diese Art von Naivität ist Programm. Ich weiß, das ist jetzt nicht leicht zu verstehen, aber ich will sie bewusst beibehalten.

Es gibt verschiedene Arten von Naivität. Ich spreche von der, deren Gegenteil Abgebrühtheit ist. Ich will nicht abgebrüht sein und ich will meine Ideale pflegen. Irgendwie empfinde ich das für mich als Psychohygiene und es gibt mir Kraft. Und.... mir kommt vor, es stoppt Negatives.

Die Naivität, die das wahre Gesicht der Welt verdrängt meine ich aber nicht. Und im Sinne von einfältig schon gar nicht. *g*

Wenn mich also mal jemand eine naive Idealistin nennen will, nur zu, jawohl, bin ich.

Vielen Dank für eure so lieben Kommentare! Es wird jeder beantwortet werden, nur nicht jetzt alle gleich, ich muss leider zur Arbeit.

Euch einen schönen restlichen Tag!

Nickname 19.10.2006, 12.02 | (6/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Trösten verboten!

Allerletzte bin ich geworden, beim BlogBattle.
Das fühlt sich nicht gut an.... ich will euch nichts vormachen --> bad_nach_links.gif
Egal wie klein der Anlass ist, Empfindungen löst es ja doch aus.

Aber es auch wiederum gut! Wie soll ich das erklären....

Erstens, wurde es ja mal Zeit, ich war noch nie Letzte und Erfahrungen sind immer gut. Nun weiß ich, wie sich das anfühlt und habe bei anderen in dieser Situation vielleicht mehr Verständnis, ich hoffe es!
Zweitens, die Erste zu sein, bedeutet nicht automatisch nur Freudentaumel. Man ist sich bewusst, andere verdrängt zu haben und hofft, dadurch nicht heimliches Gegrummel provoziert zu haben. Man hat als Erster im Kopf, wie andere enttäuscht sein werden und dass man sie verdrängt hat. Das ist immer die andere Seite der Medaille bei Wettbewerben. Aus diesem Grund hatte ich auch keinen meiner Freunde außerhalb der Bloggemeinschaft gebeten, für mich zu voten.

Heute aber empfand ich dieses Letzte sein auch deswegen im ersten Moment als Rüffel, weil es sich bei diesem Wettbewerb nicht nur um Design handelte. Es war oft eine Sympathiewahl, seien wir uns ehrlich. Da hinterfragt man sich. Und das ist gut so. Ist meine österreichische Art von Humor manchen fremd? Das Emblem sollte ja ein Späßchen sein. Humor ist ja regional verschieden. Vielleicht nerve ich manche mit meiner Art zu blödeln.

Aber ich kann nur so sein wie ich eben bin.

Allen die für mich gevotet haben einen herzlichen Dank!

Nachtrag:(eine halbe Stunde später)
Das waren nur die ersten spontanen Gefühle, die ich da beschrieb! Ganz vergessen ist es inzwischen und ich freue mich ja, zu den Gewählten zu gehören!

Nickname 18.10.2006, 22.50 | (15/15) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wegen unguter Themen

Ich würde gerne das leidige Thema des vorigen Beitrags durch etwas Angenehmeres nach unten drücken, aber ich komme gerade von einer vierstündigen Konferenz, muss schnell die Schulwebseite aktualisieren und dann gleich wieder weg, noch sechs Stunden unterrichten.
Manche werden denken, Blog lesen ist Hobby, was sollen solche niederdrückenden Themen da.
Aber ich halte es so: was mich gerade bewegt wird gebloggt, das Aussprechen der Dinge, die im Kopf herumgeistern hilft, es ist eine Art Alltagsbewältigung.

Ich kann in solchen Fällen gut nachvollziehen, wenn jemand bei Negativem schnell wegklickt. Ich tu es bei anderen manchmal auch.

Bitte um Verständnis, dass ich Alleinlebende manchmal so bloggen muss.... das Blog ist tatsächlich oft Lebenshilfe für mich.
Liebe Grüße an meine Leser!

Nickname 12.10.2006, 12.36 | (6/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Theater und Menschenbild

Heute war ich im Theater. Trotz Krankheit wollte ich die Karte nicht verfallen lassen.
Aber ich bin in der Pause des 2 3/4 Stunden langen Stücks gegangen, und das nicht nur wegen meinem Unwohlsein.

Gespielt wurde „Zur schönen Aussicht“ von Ödön von Horváth. Inszenierung von Martin Kušej. (Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg)

Das Stück begann mit einem, der an Krücken schwer über die Bühne lahmte und sich dann in den Mund schoss. Die Personen die allmählich die trist gestaltete Bühne betraten, waren abgründig. Selbstbezogen, mitleidslos, grausam, lauernd und berechnend. Kaputte Menschen, ohne Lichtblick.

Dem Publikum wird von Kušej mit seiner Neuinterpretation des Stückes nichts erspart.

„Kušej imaginiert das absolute Schwarz, das unausweichlich Selbstvernichtende, den elegisch zelebrierten Horror-Trip.“
DIE WELT

Anscheinend hält er die Menschen für derart abgestumpft oder abgebrüht, dass er meint, sie mit drastischen Mitteln aufrütteln zu müssen.

Ich bin nicht abgebrüht. Habe es kaum ertragen und dabei gelitten. Hauptsächlich dieses schonungslose Offenlegen menschlicher Abgründe machte mir zu schaffen.

Mir schien, es würde versucht, mir wie mit einem Holzhammer klar zu machen, wie auch ich mir eine naive, also falsche heile Welt zusammengebastelt hätte. Das Gute im Menschen sei Luxus, schien die unausgesprochene Botschaft zu sein.

Aber ich will positiv sehen, ganz bewusst! Ich will in einigen Dingen naiv bleiben! Ich will mir mein Menschenbild nicht zertrümmern lassen! Denn ich denke, alles andere führt in eine Sackgasse. Und in die Verhärtung des mitmenschlichen Bewusstseins.

Ich will weiterhin zuerst an das Gute im Menschen glauben. Nicht nur, weil eine negative Grundstimmung nur weiter Negatives gebiert. Sondern auch, weil ich weiß, dass doch jeder im Grunde angstvoll an seiner Unvollkommenheit leidet.

Nickname 23.09.2006, 00.56 | (5/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Transrapid-Unfall

Erst gestern Abend berichtete man im ORF voll Enthusiasmus von diesen neuen Zügen.
Ich dachte mir gleich: Nein danke, da würde ich nicht einsteigen, wenn was passiert, dann aber ordentlich. Außerdem: ein gefundenes Objekt für Angreifer.

Dass so schnell tatsächlich ein Unglück geschehen würde, ahnte ich allerdings nicht.

Warum müssen Menschen so hetzen? Was bringt es, irgendwo zwanzig Minuten früher anzukommen? Was für ein Unsinn.

Die armen Angehörigen der Opfer.....

Nickname 22.09.2006, 15.03 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL