Blogeinträge (themensortiert)

Thema: nachdenklich

Für Oskar, ohne zu Unken

Spielerisch geschriebene Replik auf diesen Beitrag in Absurd-AG.

Ja, warum nagt manchmal dieser leichte Hauch von Zweifel, auch an Menschen die sich normalerweise als glücklich und ausgeglichen fühlen.

„Du willst meinen Hauch nicht?“ fragt der Nordwind kalt. „Unglücklicher, willst du vergessen, dass ich bin?“

 Die gelernt haben in der Gelassenheit zu leben und nicht hektisch jeden Zipfel der Vergnügsamkeit nachspurten.

 „Die gelernt haben? Ja wenn die erst lernen mussten…“ sinniert das Tagpfauenauge und schließt zweimal sanft seine Flügel.

 Warum kriecht das Hinterfragen, nach dem Anschauen eines Films, mit vielen Fragen um das Leben an sich, in das Tagesbewusstsein und schafft ein Nachsinnieren?

“Ich muss mich mal wieder zeigen“ spricht der Regenbogen und strahlt gleich doppelt bunt.
 
Warum rumort dann ein wenig der Virus der beschleunigten Erlebnisgesellschaft, die das Leben zur immer fortwährenden letzten Gelegenheit erklärt hat und damit die Beschleunigung zur vordringlichsten Angelegenheit des Menschen erklärt.

„Nun genug gemurmelt“ spricht das Bächlein und stürzt rauschend in das vorbestimmte neue Tal.

Warum erscheint dann auch einem des stoischen Gleichmut zugetanen Menschen, eine mögliche Kluft zwischen seiner möglichen Lebensspanne und den unendlichen Möglichkeiten, die die Welt da draußen bereithält, und der kärglichen Zeit, die dem Einzelnen zu deren Ausschöpfung zur Verfügung steht. Ist es unser Schicksal als Mensch, niemals restlos eine Grundsehnsucht zu stillen, die ich an anderer Stelle schon als Gottessehnsucht beschrieben habe. …
Wird Weltvermehrung, Wissensvermehrung erkauft durch Erfahrungsarmut…

"Wir dienen der unendlichen Vielfalt.“ referiert der Abendhimmel unhörbar laut. Wie zum Hohn kleidet er sich zum Abschied in die leuchtendsten Farben, die der Herr ihm einst schenkte. „Du, Fragender, sollst das weltumspannende Leuchten des Tages nur ahnen. Deine Bestimmung ist es, im Bann der tanzenden Schatten und im Leiden zu wachsen. Wie auch immer du das tust, dich reckst oder nicht, deine Wurzeln darfst du nie verleugnen!
Dann wächst du leichter ins Licht, ob nun mit Seitentrieben, oder auch ohne sie.

Nickname 14.01.2007, 19.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Selbstrezension

Bei frisch geschriebenen Beiträgen hat man oft ein Brett vor dem Kopf und merkt es gar nicht. Man sollte aber von diesem Brett wissen!

Immer wenn ich am nächsten Tag meine Beiträge mit gewisser Distanz noch einmal durchlese, fallen mir Dinge auf, die ich vorher nicht bemerkt hatte. Seien es Rechtschreibfehler, schlecht formulierte Sätze, oder der offensichtliche Umstand, dass manches nicht verständlich genug beschrieben wurde. Mir scheint, letzteres ist eines der entscheidenden Probleme beim Schreiben. Holt man den Leser dort ab wo er vermutlich steht, oder setzt man Dinge voraus, die für einen selbst selbstverständlich sind, für den anderen aber nicht?

Ich jedenfalls wundere mich oft, was ich da nun wieder verzapft habe und bessere oft mehrmals noch nach.

Man braucht Abstand. Der eigene Text muss fast vergessen sein und dadurch fremd werden. Erst dann kann man ihn sich zum Freund machen.

Bekanntlich sieht man ja an Freunden die Fehler besser als bei sich selbst.
;-)

Nickname 06.01.2007, 23.53 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

launig, launisch, kindisch, ernst

Ganz schön verblödelt war mein letzter Eintrag....
Ich stelle mir vor, jemand klickte in sehr ernster Stimmung hierher und dann das.

Emotionale Anwandlungen, sei es mal wütend, oder eben kindisch lustig, prallen nur zu leicht ab, wenn der andere nicht in entsprechender Stimmung ist. Leicht können sie unpassend sein.

Geht es deswegen in manchen Blogs so ernsthaft zu? Aus Sorge, launige Einträge könnten irgendwie daneben wirken? Die Befürchtung, eventuell wie ein Kasperl dazustehen?
Oder gibt man sich tatsächlich, wie man wirklich ist, eben eher zur "vernünftigen" Liga zugehörig.

Ich hatte beides in der Familie. Die Eltern konnten niemals albern sein. Ein einziges Mal waren sie es! An einem Weihnachtsabend als ich 12 war. Das werde ich nie vergessen, dieses Glücksgefühl dabei. Nur einmal.....

Trotzdem ist bei dreien von uns vier Kindern das Ulken eine schöne Gewohnheit geblieben. Das hat nichts mit irgend einem Alter zu tun.

Ich hoffe, das Leben treibt uns nie in die Bitterkeit.....

Wir haben also den Ernst nicht geerbt. Aber vielleicht hätten die Eltern auch lustig sein können. Wenn sie nicht zur Kriegsgeneration gehört hätten... Oder ist es Anlage? Ich weiß nicht!

Könnt ihr blödeln, ulken, kindisch sein?

Nickname 06.01.2007, 11.56 | (11/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Über den Schatten

hausschatten_400.jpg

Dieses Bild wurde zwar Ende November 2005 aufgenommen, aber heute war es ganz genau so. Absolut identisch könnte man sagen, das Wetter, das Grün und der restliche gefrorene Tau der Nacht.

Das ist also der Schatten meines Hauses......

Schatten ist niemals nur ein abgedunkeltes Fleckchen, welches unbestimmt für sich allein existiert.

Schatten ist der dunkler Zwilling von dem vor dem Licht.

Habt ihr schon bemerkt? Der Schattenwefer wird weniger wahrgenommen als der Schatten selbst. Sei es nun real oder mental, im Inneren eines Menschen.

Das, was uns einen Schatten wirft, zeigt uns nur eine von seinen zwei Seiten, die dunkle. Aber die andere Seite ist die aktive. Sie nimmt oder spendet, je nachdem.
 
Manchmal raubt ein Schatten zu viel von unserer Kraft und wir müssen verharren. Aber wir können hoffnungsvoll dem Wandel der Zeit vertrauen.

Der Schatten wandert, es kommt nur darauf an, ob wir den Standpunkt verändert haben, wenn er sich später wieder mit lautloser Macht, auf unsere Seele legen will.

Nickname 03.01.2007, 15.49 | (8/5) Kommentare (RSS) | TB | PL

quälend

Es ist SO schwer. Dann aber wieder leicht. Plötzlich unerträglich, kaum auszuhalten und nach einigen Minuten wieder nicht der Rede wert.

Entschuldigt bitte, wenn ich in Rätseln spreche, aufbauende Kommentare könnten bei mir Trotzkopf genau das Gegenteil bewirken. Ich kenne mich und meine Kompliziertheit diesbezüglich. Wer ahnt, um was es geht, bitte nichts weiter dazu schreiben.

Aber insgesamt geht es mir sehr gut.

Nickname 02.01.2007, 16.18 | PL

Vorsatz

gelassenheit.jpg

Aber er gelingt noch nicht so recht.....

Nickname 14.12.2006, 01.23 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Noch einmal die Sinnfrage

Ich sehe aus einer Reaktion Osrams im Absurd-AG, mein Beitrag "Über einen Sinn" kann gründlich missverstanden werden. 

Es war meine ganz persönliche Glaubensoffenbarung. Jesus hatte ich absichtlich ausgeklammert, weil alles über ihn schon so abgedroschen klingt. Er ist für mich aber der größte Lehrer, seine Worte sind auch mir heilig.

Ich wollte eigentlich folgendes sagen:
Für die Lebensaufgabe, das Jenseitige betreffend, reicht es, das Leben mit all seinen Facetten zu erfahren. Meine Art zu denken schließt Satan und die Hölle aus. Die Aufgabe der Seele, warum sie in dieses Jammertal geworfen wurde, das ist es, worum ich mir den Kopf zerbrach. So gesehen dachte ich, als ich "Ungerechtigkeit" schrieb, eher an das Unvermeintliche, das Schicksal, vom Menschen nicht gesteuert. Konkret dachte ich zum Beispiel an Menschen, die durch einen Unfall bis zum Hals gelähmt sind, oder Kinder mit Krebs, unbegreifbare Schicksalsschläge die Angst machen, wenn man davon hört.

Niemals wollte ich einer sozialen Inaktivität schönreden!

Nickname 13.12.2006, 23.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Über einen Sinn

Die Disharmonie des Menschen ist Teil des Schöpfungsplans. Die Harmonie (Paradies) ließe und stagnieren, ja wir wären umsonst geboren. Wir sind auf der Welt, die Unvollkommenheit zu erleben, die vielen Knoten in uns zu fühlen, zu erkennen und eventuell auch aufzuknüpfen. Eventuell, denn es reicht auch schon, von ihrer Existenz zu wissen. Darum haben wir die Freiheit, sie auch zugeschnürt zu lassen. Wenn wir uns mit diesen beengenden inneren Stricken versöhnen ist es gut, wenn nicht, haben wir sie zumindest erlebt. Aber am wichtigsten ist eben, die Unvollkommenheit überhaupt wahrnehmen. Und zugleich die Vollkommenheit eben durch diese Existenz so vielfältiger Seiten in uns. Wir sind ein Universum und zugleich zerbrochen, Licht und Dunkelheit steckt in unserem Wesen. So können wir ahnen, was Vollkommenheit bedeuten könnte.
Um tiefer wahrzunehmen, braucht es das Leid. Auch das Sehen anderen Leids. Manches Leid anderer ist unverhältnismäßig groß, man liest davon und denkt, das geht ganz sicher über alle Kräfte. Trotzdem tappe ich nicht in die Falle, es wie die Kirchen, als besondere Gnade zu interpretieren. Da ich für die Existenz von großer Ungerechtigkeit keine Lösung finde, lege ich den Gedanken daran ab. Quasi wie in eine Schublade, die ich ja jederzeit wieder öffnen kann. Aber ich habe einen Auftrag: Leid zu mindern und sei es nur im kleinen.

Das Streben nach innerer Harmonie entsteht aus der Sehnsucht nach dem Paradies. Dort haben wir im Diesseits jedoch keinen Platz und müssen deshalb scheitern.
Manchmal gelingt Vollkommenheit aber doch, in Momenten der Liebe.

So irgendwie ist im Moment meine Daseinsphilosophie. Unvollkommen, ich weiß. Hoffentlich nach einiger Zeit wieder etwas weiter entwickelt. Aber im Groben bin ich schon sehr davon überzeugt.


Nickname 11.12.2006, 02.58 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

zu offen?

Manchmal überlege ich, ob es mir nicht einmal auf den Kopf fallen wird, wenn ich hier so offen über meine Problematiken und Fehler schreibe....

Mir liegt halt das Herz auf der Zunge... auch im realen Leben. Aber viel ist mir dadurch eigentlich noch nicht passiert. Nur ein bisschen. Das konnte ich dann meist recht gut verschmerzen. In anderen Dingen wieder bin ich eher verschlossen. Manche meinen, sie wissen nichts von mir.

Soll ich mich mit manchen Dingen hier nicht besser doch mehr zurückhalten?

Nickname 08.12.2006, 14.47 | (6/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wie die Polizei uns hackt

Der trojanische Polizist

Na super, jetzt muss es nur noch gesellschaftsfähig werden, politisch unliebsame Menschen offen zu verfolgen und schon sind die Zustände vergangener Zeiten wieder da!

Nickname 07.12.2006, 22.09 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL